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Sonntag, 27. Oktober 2013

Take your ship, you own the ship, your ship that's coming in


Es passiert immer seltener, aber ich bin sehr erfreut darüber, dass ich noch dazu in der Lage bin: Mich von einer Band schier von den Socken fegen zu lassen. In letzter Zeit machte sich eine unwohlige Vermutung in mir breit, dass mir diese Begeisterungsfähigkeit mit dem Älterwerden abhanden gekommen ist.  Dabei bin ich davon ausgegangen, dass Begeisterungsfähigkeit unweigerlich mit dem Kindsein in Verbindung steht und mit fortschreitendem Alter eben schrumpft. Die Tatsache, dass es immer weniger Newcomer mit individuellem Stil gibt, hat da ihr Übriges geleistet. Das ist nicht immer gleich schlecht, aber oftmals eben nicht gut genug, um das Euphorie-Radar in die Höhe schlagen zu lassen. 

Die Kanadier „Suuns“ haben meine Befürchtung, die kindliche Freude verloren zu haben, völlig entwaffnet. Diese bereichernde Begegnung begann mit dem folgenden Song. Vergleichbar mit dem ersten Bissen eines köstlichen Kuchens, der nach mehr verlangt, habe ich mich anschließend durch ihr Repertoire durchgehört. Und habe noch längst nicht genug.

Hier könnt ihr euch das neue Albun der Suuns, "Images Du Futur", herunterladen.

Freitag, 5. November 2010

Nothing But An Underapement

Photobucket
Photo by Christian Pitschl
The Ape, das sind zwei Jungs aus Hamburg, die ehemals als "Karamel" Musik machten, und sich nun unter dem Namen "The Ape" neu zusammengefügt haben. Nach ihrem gleichnamigen Debüt, u.a. mit Unterstützung von 1000 Robota, haben sie nun im Oktober 2010 ihr neues Album "Nothing but an Underapement" herausgebracht. Produziert im Hamburger Tonstudio Clouds Hill Recordings, zuhause sozusagen, denn Sebastian Nagel und Johann Scheerer leiten sowohl das Studio, als auch das hauseigene Label Clouds Hill Ltd.


Das experimentelle, instrumentallastige Album ist eine sehr willkommene Abwechslung zum leicht poppigen Gitarrengeplärre, das zurzeit den Musikmarkt dominiert und dem zu entziehen sich immer schwerer gestaltet - oder vielleicht kommt es nur mir so vor? "Nothing But An Underapement" verlangt größtenteils aktives Zuhören und speist uns nicht mit leicht bekömmlichen Melodien ab, die schon nach drittem Durchlauf zu langweilen beginnen. Wobei es auch mal durchaus sehr harmonisch und feingeschliffen zugeht, auf dem balladeartigen "Dietetic Treatment" zum Beispiel, oder auf "You Are An Ape", das sehr tanzbodentauglich ist. Es ist eine sehr dichte, stilistisch vielfältige Platte mit ordentlich Krachfaktor, die mit ihren Gitarrenriffs ab und an in den Desert Rock gleitet und den Krautrock streift. Es ist ein Album, das mit jedem neuen Durchlauf wächst und immer wieder Neues zu entdecken bietet.
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