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Freitag, 26. August 2011

Fair Ohs lassen alles tanzen



Eine lustige und knallbunte kleine Truppe sind die Fair Ohs aus London, die kürzlich ihr ebenso farbenfrohes und fröhliches Debüt "Everything is Dancing", mit der gleichnamigen unten angehängten Single ,herausgebracht haben. Sie scheinen sich selbst wenig ernst zu nehmen, oder sie nehmen es aber sehr ernst, so zu tun als ob, denn es geling ihnen gut. Änhlich wie The Terror Pigeon Dance Revolt, an die ich beim ersten Hören der Fair Ohs unmittelbar denken musste, nicht zuletzt wegen der musikalischen und vielmehr noch gesanglichen Parallelen. Auch wenn Vergleiche stinken, manchmal drängen sie sich auf und dienen letztendlich ja auch dazu, mittels Gemeinsamkeiten festzustellen, ob sich das Reinhören lohnt. Es lohnt sich in diesem Falle für jedermann, der The Architecture in Helsinki mag - zumindest die früheren Sachen, sie sich in vielerlei Hinsicht von den Neuen unterscheiden.
Es lohnt sich auch ein Besuch auf die Homepage der Band, die ausgesprochen originell aufgebaut und schön anzusehen ist. Das Auge hört ja schließlich mit. Dort ist neben einem Link zum kostenlosen Download der Single "Everything is Dancing", auch so etwas wie ein Blogger-Kit zu finden, dem alle notwendigen Infos über die Band zu entnehmen sind - nette Idee, die unaufdringlich aufdringlich und nicht nur für Blogger aufgrund der humorvollen Gestaltung interessant ist.
Hier ist das sehenswerte, sommerliche Video mit hawaiianischen Elementen und Klängen, in dem uns ein leicht aus der Form geratener Batman vormacht, wie man den Sommer richtig genießt. Absurd, aber brisant. Seht selbst!



Fair Ohs - Baldessari

Samstag, 17. Juli 2010

WAYDWYL



Mit einem nüchternen Einschub schließe ich thematisch an den Post über die wahnsinnigen Terrortauben an. The Pharmacy haben sich die drei Vagabunden aus Seattle genannt, die es dem musikalischen Charme wegen nach New Orleans verschlagen hat. Der Name soll uns womöglich sagen, dass wir uns iher Musik bedienen können wenn uns der Alltag mal wieder anödet, oder wir nicht wissen, was gegen Herzschmerz hilft. Ihre Strategie dabei ist nicht, uns in Lethargie suhlen zu lassen, sondern den Kampf gegen schlechte Laune mithilfe allerhand tobender Instrumente und trotzigem (und leider auch nicht so ausgereiftem, also schiefem) Geträlle anzusagen, ohne inhaltlich nichtssagend zu sein. Und damit das Aufmuntern richtig gut wirkt, ziehen sie sich zu unserer Aufheiterung und Beschwichtigung auch noch lustig an, tragen - wenn auch unbeabsichtigt - komische Frisuren, und setzen sich amüsante Hüte auf. Da wundert's nicht, dass sie ihre ersten Tour-Erfahrungen als Opener für Kimya Dawson von den Moldy Peaches sammelten.

Mittwoch, 14. Juli 2010

I Don't Care What They Say 'Cause Today Is Our Snowday


(by Michael Pugliese via.)

The Terror Pigeon Dance Revolt! wollen - zumindest ihrer myspace-Präsenz nach zu urteilen, nicht so ganz ernst genommen werden. So klingen die auch, musikalisch und textlich exzessiv und allemal durchgeknallt, und das ist auch der Clou, der sie reizvoll macht. Denn ehrlich gesagt haben sie sonst nicht allzu viel, was sie aus dem Indiebandbrei abheben könnte... sie singen schief, spielen schief, und müssen dieses ganze Geschiefe definitiv noch perfektionieren, denn es klingt noch hier und da, selbst wenns gewollt ist, unfertig. Ein bisschen was von Architecture in Helsinki haben die, aber eben minus die Ausgereiftheit, Rundheit. 
Ihr ganzes Auftreten, ihr Name, der ihres Debut-Albums (I Love You. I Love You. I Love You and I’m in Love with You. Have an Awesome Day! Have the Best Day of Your Life!) ist wie eine Rebellion gegen den Einheitsbrei und die Eintönigkeit der typischen Gitarrenbands, wie sie im Buche stehen und die wie Pilze aus dem Boden schießen. Eine Satire auf die Musikwelt von heute. Ist das etwa die Gegenbewegung unserer Zeit? So weit würd ich dann doch nur ungern gehen, in Anbetracht der Rebellen früherer Jahrzehnte, die doch schon viel stilvoller daherkamen... aber das könnte es grade sein, dass wir heutzutage nichts Neues mehr übrig haben, außer uns possenhaft abzugrenzen. Weil alles schon da war, weil man nur schwer Frisches erschaffen kann und weil das frustirierend ist. So oder so, sie sind eine gutgelaunte Wohltat für die Ohren. Hört selbst!