Samstag, 31. Juli 2010

Forest City Lovers

Hier ist eine sing-and-whip-along-Band aus Kanada, die sich beispielsweise sehr gut als Untermalung für Spaziergänge im Sommerregen oder fürs Piknicken eignet. Natürlich meinem Beuteschema "Indie/Pop/Folk/Singer-Songwriter/kauziges Auftreten" entsprechend. Neben einer makellosen Umsetzung all dieser Genres und Elemente, haben sie eine sehr liebevolle Webseite aufzuweisen, in die ein sehr alltagsnahes Blog eingebunden ist, das zumeist von der Sängerin und Künstlerin Kat Burns gefüllt wird, die ebenfalls an einem eigenen Blog schreibt. Sie ist es auch, die unter dem Namen Forest City Lovers als Solosängerin begann, bis sich ihr nach und nach ihre Freunde anschlossen, sodass das Alleinprojekt zu einer Band werden konnte.


Mittwoch, 28. Juli 2010

Schon gehört?

Bon Iver werden viele schon kennen und hoffentlich auch zum Fressen gern haben. Sollte das auf euch zutreffen, werdet ihr folglich nicht drumrum kommen können, sich abgöttisch in dieses Video zu verlieben:

Montag, 26. Juli 2010

Minzige Hühner

The Coral lassen grüßen. The Mint Chicks aus Neuseeland machen experimetellen Pop, würd' ich mal behaupten, auch wenn sie ihre Musik selbst auf ihrer myspace-Seite "Klassischen Gesang" nennen. Haha. Ihre Anfänge gehen schon ins Jahr 2001 zurück, als sie noch eine High School-Band waren. Der Durchbruch kam 2006 als Support von den Yeah Yeah Yeahs, später auch von White Stripes, Death from Above 1979, TV On The Radio, und und und. Vor einiger Zeit gab es auf MusicHy.pe einen Wettbewerb, bei dem man ein Video für den Song "Bad Buzz" drehen konnte. Der Gewinner durfte sein Werk das offizielle Video zum Song nennen. Dies ist das Gewinnervideo, allerdings finde ich das folgende Video viel sehenswerter. Auf die Idee eines verwilderten Spagetthiessers muss man erst einmal kommen ...



Hier ein nicht minder sehenswertes Video zu der Single "Hot On Your Heels" vom aktuellen Album "Scherens":


 


Mint Chicks - Hot on Your Heels from Mint Chicks on Vimeo.

Samstag, 24. Juli 2010

Appletree Garden Festival

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Ich freue mich, heute mein einziges Festival in diesem Jahr besuchen zu können. Gut, ich war auch auf der Rheinkultur, aber die ist um die Ecke und hat als eintägiges Ereignis auch nicht das typische Festival-Feeling. Das zählt also nicht. Auch beim Appletree werde ich nur einen Tag, nämlich heute dabei sein, also wird auch da kein echtes Festivalgefühl aufkommen, aber das Line-Up ist so überzeugend, dass es dem sicher nahekommen wird.
Das noch sehr junge Festival bei Diepholz in Niedersachsen zeichnet sich durch seine überschaubare Größe aus, die eine gemütliche Atmosphäre schafft. Ich bin gespannt, wie sich das Festival in Zukunft entwickeln wird, und freue mich heute Abend vor allem auf FM Belfast. So, wie schon lange nicht mehr auf einen Live-Auftritt. Wenn es mir gelingt sehenswerte Fotos vom Ganzen zu schießen, werde ich sie hier teilen. Bis dahin - genießt dieses in so vieler Hinsicht großartige Lied.

Freitag, 23. Juli 2010

Wenn talentierte Leute scheitern

Vincent Vincent and the Villains waren eine solide rock'n'roll-Band mit interessanten Songs (siehe erstes Video hier), doch irgendwie wollte es nicht so recht klappen, sodass die Band sich auflöste. Was passiert ist, lässt sich schwer sagen. Zum einen gab es Probleme innerhalb der Band: Zwei Jahre nach der Gründung von Vincent Vincent and the Villains 2003, verlässt der zweite Sänger die Gruppe, um sich wieder seiner Jugendband zu widmen, was die Band später zu dem Song "Johnny Two Bands" inspiriert. Auch der Bassist wird ausgetauscht. Sie kommen schließlich bei EMI unter Vertrag, werden aber 2008 von dem Major-Label kurz nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums "Gospel Bombs" fallen gelassen. Unter zu viel Druck sollen sie beim dem Musikriesen gestanden haben und das Album zum Hit werden lassen müssen. Das hört man auch. Es klingt, als hätten sie sich noch nicht gefunden. Schade um das Talent von Sänger Vincent Vincent. Zwei Monate nach der Trennung von EMI veröffentlicht er eine Demo mit vielsagenden Titeln. Nun ist Stille. Ich hoffe, dass Vincent Vincent die Kurve kriegt, und allein oder mit Band musikalisch wieder ordentlich mitmischt.


Ihr allererstes Video "I'm Alive"




"The Boy Who Killed Time"

Mittwoch, 21. Juli 2010

Grouplove


Eine picture-perfect Indieband sind Grouplove, optisch und auch klanglich. Ihre Bandgeschichte - einmalig : Junge (Christian Zucconi) trifft Mädchen (Hannah Hooper) eines Abends in Manhattan. Sie wird einige Tage später nach Kreta eingeladen und nimmt ihn spontan mit. Auf Kreta angekommen, treffen sie wie der Zufall es so will, auf einen Songwriter, einen Surfer, und einen Drummer. Ok, der Surfer ist natürlich auch Musiker, aber hey, das ist in dem Fall sekundär. Es kommt was kommen musste: Es knallt und eine große kreative Explosion erschüttert die Meute und lässt "Grouplove" entstehen. Dabei klingen sie so gut aufeinander eingespielt, als hätten sie sich schon ewig gekannt. "We seriously had the best time of our lives doing that record", so Zucconi auf ihrer Myspace-Seite, und das hört man auch. Vor kurzem ließen sie sich jeder das Wort "Group" auf den Arm tätowieren, zu bewundern auf dem bandeigenen Blog. Eine sehr sympathische Gruppe, mit bezaubernd guter Musik, die sich gleich ganz weit nach oben in meine favorisierte Musiktruhe gespielt haben. Enjoy!

Montag, 19. Juli 2010

Bang Bang You're Dead


(Photo by Justice McLellan via.)


"Bang Bang You're Dead"

Heute gibt es blumigen, leichten Pop von Hannah Georgas aus Kanada zu entdecken, den es schnell zu genießen und zu schmökern gilt, bevor man durch Medien aller Art von allen Seiten damit zugeschüttet wird. Das ist zumindest meine Empfehlung, denn ich kann sie mir (leider) sehr gut in den Charts vorstellen, die ihre Musik wieder und wieder spielen, bis es einem zum Hals raushängt; so z.B. geschehen bei Emilia Torrini mit ihrem Hit "Junge Drum".

Sonntag, 18. Juli 2010

Schwindelerregend gut


(Photo by Victoria Jacob via.)

Ein Duo namens Acrylics aus Brooklyn, auf welches ich über das Lied "Molly's Vertigo" gestoßen bin, gibt mir gerade einen Grund zur Freude: es gibt nun endlich ein offizielles Video zu diesem tollen Lied - naja, eigentlich schon seit Februar, aber für mich sind's tolle News. Seinerzeit machte dieser Song bereits eine Riesenrunde durch das Internet und verhalf der Band zur Popularität. Wieder eingefallen ist er mir, als ich gestern auf der Suche nach dem Killers-Video meine YouTube-Favoriten durchsah. Dort stieß ich dann auf diese Acoustic-Version dieses Songs, mit der ich mich damals immer sehr zufrieden gab. Eine Zeit lang klickte ich sie sogar beinahe täglich an, weshalb sie mir auch ans Herz gewachsen ist, und ich mir gerade nicht sicher bin, ob für mich persönlich die Studioaufnahme dagegen abstinkt. Ich glaube ja, denn zumindest das neue sehr vom Stil der 70er-Disco bestimmte Video passt für mich so gar nicht zu dem Song, aber vielleicht entgeht mir da auch was. Auch wenn Acrylics sonst zugegebenermaßen 70ies-Elemente aufweisen, jaja.
Ihre EP "All of the Fire" produzierte interessanterweise der Grizzly Bear-Bassist Chris Taylor, doch "Molly's Vertigo" ist darauf nicht zu finden - es ist ein Bonustrack. Ich bin gespannt auf das Album, das nun von der Band selbst produziert wurde und hoffentlich bald herauskommen wird.



Ihrem visuellen Debut "Molly's Vertigo" folgte das Video zu "Lil Ivy":


...übrigens, nicht wundern, dass im Video mehr Menschen als die beiden Acrylics musizieren. Sie lassen nämlich auch mal Freunde mitspielen!

Samstag, 17. Juli 2010

Schon gehört?

Hiermit leite ich eine neue Rubrik ein - ja, eigentlich überhaupt mal eine, in der ich Sehenswertes vorstellen werde, das aus dem Konzept "Neu und noch klein" fällt, und sich deshalb durch diese neue Kategorie "Schon gehört?" von den übrigen Posts abgrenzen wird.
Zum Beispiel dieses wundervolle "Girls Just Wanna Have Fun"-Cover der Killers, das ich mir immer und immer wieder ansehen könnte. Da überlegt man es sich beim nächsten Konzertbesuch doppelt, sich über die kamerabewaffneten Menschen in den ersten Reihen zu ärgern, weil sie vermeintlich nur auf eine Aufnahme und nicht den Konzertgenuss im eigentlichen Sinne erpicht sind. Wenn aber so etwas Seltenes eingefangen wird, ist es dann doch eine große Bereicherung für Fans, die nicht selbst dabei sein konnten.


...wo wir grad bei diesem schon so oft gecoverten 80er-Hit sind - hier noch eine sehr melancholische, fast schon gehauchte Version der tollen spanischen Solokünstlerin hinter dem Namen Russian Red, die eigentlich einen eigenen Post verdient. Sehr zu empfehlen auch dieses Lied. Sie hat eine bezaubernde Stimme und wird als die spanische Feist gehandelt. Das find' ich jedoch nicht allzu treffend, weil sie viel folkiger als Feist ist, aber dieser Vergleich macht deutlich, wo die Messlatte bei dieser talentierten Künstlerin anzusetzen ist. Enjoy!

WAYDWYL



Mit einem nüchternen Einschub schließe ich thematisch an den Post über die wahnsinnigen Terrortauben an. The Pharmacy haben sich die drei Vagabunden aus Seattle genannt, die es dem musikalischen Charme wegen nach New Orleans verschlagen hat. Der Name soll uns womöglich sagen, dass wir uns iher Musik bedienen können wenn uns der Alltag mal wieder anödet, oder wir nicht wissen, was gegen Herzschmerz hilft. Ihre Strategie dabei ist nicht, uns in Lethargie suhlen zu lassen, sondern den Kampf gegen schlechte Laune mithilfe allerhand tobender Instrumente und trotzigem (und leider auch nicht so ausgereiftem, also schiefem) Geträlle anzusagen, ohne inhaltlich nichtssagend zu sein. Und damit das Aufmuntern richtig gut wirkt, ziehen sie sich zu unserer Aufheiterung und Beschwichtigung auch noch lustig an, tragen - wenn auch unbeabsichtigt - komische Frisuren, und setzen sich amüsante Hüte auf. Da wundert's nicht, dass sie ihre ersten Tour-Erfahrungen als Opener für Kimya Dawson von den Moldy Peaches sammelten.

Freitag, 16. Juli 2010

Let's take an airwalk back to the 70ies

Ärgerlich ist's, dass ich erst gestern das Glam-Blues-Pop-Wunder Jeremy Jay für mich entdeckte, einen jungen Kalifornier, der uns auf eine Zeitreise in die 70er nimmt und stimmlich ein bisschen Jim Morrisson auferstehen lässt. Dabei bringt das schlaksige Bürschchen mit der unverhältnismäßig tiefen Stimme bereits sein drittes Album heraus. Dass er Kalifornier ist überrascht, aber puh - die Mutter ist Schweizerin, das erklälrt einiges. Und dass Jay nun in London lebt verwundert auch nicht. Seine Musik ist so WUNDERBAR WUNDERBAR WUNDERBAR leicht und unbeschwert, dass man nicht anders kann, als mitzuwippen und sich das chillige Flair der 70er herbeizusehnen. Enjoy!



"Airwalker" von der gleichnamigen EP, 2007

Mittwoch, 14. Juli 2010

I Don't Care What They Say 'Cause Today Is Our Snowday


(by Michael Pugliese via.)

The Terror Pigeon Dance Revolt! wollen - zumindest ihrer myspace-Präsenz nach zu urteilen, nicht so ganz ernst genommen werden. So klingen die auch, musikalisch und textlich exzessiv und allemal durchgeknallt, und das ist auch der Clou, der sie reizvoll macht. Denn ehrlich gesagt haben sie sonst nicht allzu viel, was sie aus dem Indiebandbrei abheben könnte... sie singen schief, spielen schief, und müssen dieses ganze Geschiefe definitiv noch perfektionieren, denn es klingt noch hier und da, selbst wenns gewollt ist, unfertig. Ein bisschen was von Architecture in Helsinki haben die, aber eben minus die Ausgereiftheit, Rundheit. 
Ihr ganzes Auftreten, ihr Name, der ihres Debut-Albums (I Love You. I Love You. I Love You and I’m in Love with You. Have an Awesome Day! Have the Best Day of Your Life!) ist wie eine Rebellion gegen den Einheitsbrei und die Eintönigkeit der typischen Gitarrenbands, wie sie im Buche stehen und die wie Pilze aus dem Boden schießen. Eine Satire auf die Musikwelt von heute. Ist das etwa die Gegenbewegung unserer Zeit? So weit würd ich dann doch nur ungern gehen, in Anbetracht der Rebellen früherer Jahrzehnte, die doch schon viel stilvoller daherkamen... aber das könnte es grade sein, dass wir heutzutage nichts Neues mehr übrig haben, außer uns possenhaft abzugrenzen. Weil alles schon da war, weil man nur schwer Frisches erschaffen kann und weil das frustirierend ist. So oder so, sie sind eine gutgelaunte Wohltat für die Ohren. Hört selbst!

Samstag, 10. Juli 2010

Cut the burning sun away ...oder so.

Naja, die Überleitung vom unerträglichen Wetter zum Bandnamen ist nicht ganz gelungen, aber ich lass es mal so stehen. Wer die Decemberists mag, der wird auch diese Band in sein Herz schließen: die sechsköpfigen The Cutaway aus England. 

Freitag, 9. Juli 2010

Ein schwarzes Taxi voller Musik


Die Black Cab Sessions aus Großbritannien sind eine Serie an Live-Videos analog zum französischen Vorreiter La Blogothèque. Das Konzept ist simpel und großartig zugleich: Musiker legen eine akustische Einlage an ungewöhnlichen Orten auf, und werden dabei gefilmt. Während die Franzosen die Bands mal im Gehen durch Straßen, mal in einer Lagerhalle filmen, beschränken sich die Briten auf ein traditionelles schwarzes Taxi, das mit den trällernden Künstlern samt Equipment auf der Rückbank, durch die Londoner Straßen schlängelt. Der vom anstehenden Ereignis überrumpelte Taxifahrer darf noch schnell den Namen der Band ansagen und los geht es. Beim Durchklicken durch die unzähligen Aufnahmen besteht Suchtgefahr. Am liebsten würd ich an die 100 Videos hier posten, aber ich beschränke mich auf ein paar meiner Favoriten. Enjoy!



Donnerstag, 8. Juli 2010

Sleepwalking I Find Myself


The Hundred in the Hands heißt die Band, die mir mit ihrem Lied "Sleepwalkers" die letzten zwei Tage Kopfzerbrechen bereitete. Es erinnerte mich nämlich sehr an The Organ's Song "Brother", das Problem war nur - weder der Name dieser Band, noch der des Songs wollten mir einfallen. Solch ein Dilemma werden die meisten kennen. Fast wahnsinnig bin ich dabei geworden, aber zum Glück ist es irgendwann entgegen meiner Hoffnung aus dem letzten Winkel meines Gedächtnisses aufgetaucht. Dorthin scheint sich, nebenbei bemerkt, mit der Zeit immer mehr Wissenswertes verzogen zu haben, aber das ist hier nun wirklich nicht das Thema. Um das Elektro-Duo aus Brooklyn soll es hier gehen, die sich bereits eines sehr großen Erfolgs rühmen können. Das mag dazu geführt haben, dass der ein oder andere ihre Musik schon kennt, insbesondere bei ihrem Hit "Dressed In Dresden" wäre dies sehr gut möglich, da der Song ihren Erfolg ankurbelte. Ich persönlich finde "Sleepwalkers" viel erwähnenswerter, weshalb ich hier auch nur dieses sehr 80ies-lastige Lied vorstelle.
Das selbstbenannte Debut-Album erscheint am 21. September.

Dienstag, 6. Juli 2010

O My Heart!


(Photo by by Todd M. Duym via.)

Eigentlich wollte ich in diesem Post eine Band aus L.A. vorstellen und als klanglichen Vergleich dazu Mother Mother nennen, als ich beim Recherchieren kaum eine deutsche Seite zu dieser kanadischen Band mit dem Mutter-affinen Namen fand und gleichzeitig Empörung und ein wenig heimliche Freude darüber verspürte, dass eine meiner Lieblingsbands hierzulande noch relativ unbekannt zu sein scheint, und ich so erst recht über sie bloggen kann. Vielleicht irre ich mich in dieser Annahme und Mother Mother sind bereits einer größeren Menge geläufig, doch so oder so kann man nichts dabei falsch machen, diese großartige Band so oft wie nur möglich zu erwähnen.
Die Kanadier bieten alles, was bei mir persönlich sofort Anklang findet, wenn es darum geht, ob ich eine Band mag oder nicht: Sie mischen weiblichen und männlichen Gesang - check. Sie haben unglaublich gute Stimmen - check. Guter Aufbau der Songs, man könnte auch das böse Wort "catchy" verwenden - check. Im Kontrast zu diesem harmonischen, fröhlichen Klang stehen schaurige, makabere Texte. Genial²! Darüber hinaus sind ihre beiden Alben (klick, klick) seltenerweise dazu geeignet in voller Länge gehört zu werden, da sie einen abwechslungsreichen und doch insgesamt runden Aufbau besitzen, und nicht wie leider so viele Alben schon nach den ersten zwei Songs eintönig werden und zu langweilen beginnen. Indie-Pop-Rock der GANZ großen Klasse, an dessen Live-Genuss wir uns hoffentlich auch mal in Deutschland erfreuen dürfen.



Montag, 5. Juli 2010

Gonna Go Fishing Down By The Sea


(Photo by Connor Lamb via.)

Es ist schon sonderbar, wie sich der Sommer filtergleich über jedes noch so melancholische Musikgenre legen kann und selbst die traurigste Musik - nun ja, nicht gerade fröhlich machen kann, aber doch zumindest weniger trist und bedrückend erscheinen lässt. Eine Tatsache mehr, die für den Sommer als Lieblingsjahreszeit spricht, wirkt sich doch traurige Musik so oft auf die Stimmung aus. Dies kann man hin und wieder begrüßen, oder auch mal bewusst einsetzen, aber im Sommer ist doch die Gefahr geringer, sich von trauriger Musik betrüben zu lassen. Zumindest mir geht es da so. Blithe Field aus Ohio sind ein gutes Beispiel dafür. Mit ihren minimalistischen Klängen fangen sie den Moment wie in Zeitlupe ein. Einleuchtend daher die eigens angegebene Referenz "a windy day". Ein windy Sommer ist mir sehr willkommen. Songtitel wie "Whale Watching" tun da ihr Übriges.  Enjoy!


Blithe Field - Bible School

Alles andere als ausgestorben


Wer Hot Chip mag, wird diesen Solokünstler nicht minder herzlich in seine Lieblingsacts aufnehmen. Totally Enormous Extinct Dinosaurs ist - wie könnte es anders sein- aus Großbritannien und das - wenn auch auf Dinosaurier bezogen, so doch hochmutige "enormous" ist im Bezug auf seinen Klang keineswegs übertrieben. Orlando Dinosaur heißt der Mann hinter diesem extravaganten Namen - zumindest seinem Alias nach. Als Sohn eines Musikprofessors an der Uni Oxford, wurde ihm das musikalische Talent, oder zumindest das Interesse dafür, offenbar in die Wiege gelegt. Der leichte weibliche Gesang bei diesem Song "Gardens" (erhältlich auf der EP "All In Two Sixty Dancehalls" u.a. über itunes) wurde beigesteuert von Luisa von Lulu and the Lampshades. Ebenso überaus hörenswert! I'm intrigued - Sommersong total!

Sonntag, 4. Juli 2010

Love Get Out Of My Way


Monarchy - Love Get Out Of My Way from HLAMOROUS on Vimeo.


Erst neulich über Monarchy gepostet, schon bringen die ein neues Video heraus! And here it is. Viel sagen möchte ich dazu nicht, außer, dass das Video sehr daft-punkig ist; die Herren - falls sie es denn selbst sind, die da roboterartig zappeln, ihre Gesichtchen natürlich nicht preisgeben; und buntes Discolicht das Video durchflutet. Alles in allem - elektronischer geht's wohl nicht. Enjoy!

Samstag, 3. Juli 2010

"I wanna do bad things with you"


Enrico Marchi - Bad Things n.02 
(licensed under a Creative Commons license https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/)

Passend zu der unerträglichen Hitze, die heute alles schmelzen lässt, was nicht in den dieser Tage seltenen Genuss eines Schattens kommt, gibt's heute den in vielerlei Hinsicht heißen Titelsong zu True Blood, von dem ich - ebenso wie von der Serie, nicht genug bekommen kann. Jace Everett heißt der Mann, den das Glück traf den Song für die erfolgreiche Vampirserie beisteuern zu dürfen, und der auch dadurch erst erfolgreich geworden ist. Aus diesem Grund haben alle seine Songs für mich den düsteren Touch der Serie, was ich aber gar nicht schlecht finde. Wobei ich bedauerlicherweise anmerken muss, dass nichts - was mir zumindest in den Weiten des Internets begegnete - an "Bad Things" herankommen kann, und eher schnulzig und weinerlich daherkommt und leider an 3 Doors Down erinnert... machen wir also lieber einen Ausflug in die verschwitzten, drückend heißen, sonnengegerbten Südstaaten, die den Handlungsort für True Blood darstellen. Bei den Temperaturen, die draußen herrschen, dürfte es nicht schwer fallen.

Freitag, 2. Juli 2010

Ohio macht Indie

Frends, eine kleine ungesignte Indie Band aus Ohio mit kaum Internetpräsenz, macht wunderbar leichten, experimentellen Indiepop, bei dem Vampire Weekend auf Discomusic treffen. Man könnte sagen: ach, schon wieder so eine Indie-Band. Was aber meiner Meinung nach oft den Indieträllern - die es wie Sand am Meer gibt - fehlt, sind gute Stimmen. Das kann man Frends aber keinesfalls unterstellen. Das Stimmvolumen des Sängers bietet alles, was man als Topgesang bezeichnen würde. Ob Frends jemals in die Gunst eines Vetrags kommen werden, bleibt sehr zu hoffen, grade hier in Deutschland können wir uns jedoch leider mit großer Sicherheit erstmal lange Zeit nur an ihrem myspace-Angebot erfreuen.

Frends - Toronto

Donnerstag, 1. Juli 2010

Bitte was singen die da?!


(licensed under a Creative Commons license http://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/)

Schmutzig-witzige Vorsorge auf musikalische Art. Schon ein halbes Jahr alt ist dieser Song, der von einem der beiden Mitglieder der New Yorker Band Javelin produziert wurde. Tom van Buskirk hat den Song der drei Rapperinnen mit dem Namen SEX/ed produziert. Von den Mädels selbst sind im Netz keinerlei Infos zu finden und sie selbst haben leider auch noch nichts veröffentlicht. Hoffentlich kommt da bald noch mehr, denn dieser Song ist der witzigste, den ich seit langem gehört habe. Enjoy!

Elektropop aus Australien

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(Photo via.)

Vielleicht ist schon der ein oder andere von euch mal über die australische Elektroband "Van She" gestolpert, die neben eigenen elektronischen Klängen mit ihrem Side-Projekt "Van She Tech" unzählige Remixes, u.a. von den Klaxons, Tiga, Feist, produziert.
Nun hat sich der Bassist und Vokalist der überaus talentierten Australier, Matt wan Schie, selbstständig gemacht und im Mai 2010 sein Soloalbum "Versions" herausgebracht, eine Remix-Version seiner zuvor veröffentlichten EP "Balmy Nights". Man merkt - ohne Remixes gehts hier nicht.

Das Artwork des Covers ist - ebenso wie der Klang, sehr von den 80ern beflügelt und lädt mal zum Tanzen, mal zum sentimenalen Schwelgen in pathetischen Liebessongs ein. Sehr retro, sehr romantisch, sehr synthetisch.




Leichte, verträumte Sommermusik, die einem das Gefühl gibt, der Strand sei direkt vor der Haustür. Nehmen wir also unser virtuelles Surfbrett und stürzen ins Hörvergnügen.