Mittwoch, 30. Juni 2010

"Yes two can keep a secret If one of them is dead."

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(Photo via.)

Sie sind zu zweit und ihre elektronischen Ausgüsse hauen einen von den Socken, doch viel mehr weiß man von Monarchy nicht und das soll auch so sein. Es sind kaum Infos über das Duo zu finden.
Laut eigener Aussage, wollen die Briten das Augenmerk von der eigenen Person weglenken und stattdessen auf die Musik richten, denn darauf komme es schließlich an und nicht auf die in unseren Medien und Kultur omnipräsente Fokussierung auf die Person der Berühmtheiten.
Sicherlich ist aber neben der Qualität ihres Sound, auch das Geheimnis um ihre Identität ein großer Anreiz, sie als eine neue Sensation zu handeln und trägt engegen der Intention der geheimnisvollen zwei, eher zum Hype bei, als diesen fernzuhalten. Herrschen doch in etlichen Musikforen hitzige Diskussionen um die Identität der beiden. Zumindest ein Mitglied will man in der Fangemeinde erfolgreich geoutet haben, nämlich Stuart Price, der mit den ganz großen wie New Order oder Madonna zusammengearbeitet hat, und desweiteren Mitglied von Zoot Woman ist. Indizien seien angeblich in den Videos von Monarchy zu finden, die Price's Signatur tragen sollen. Laut der Band selbst sind in ihren Liedern Hinweise auf ihre Hintergründe und Person zu finden. Hm, also was denn nun? Wollt ihr denn anonym bleiben, oder nicht? Wozu dann Hinweise? Vielleicht ist die Geheimniskrämerei ja doch nur PR?

Wie auch immer, die Musik spricht für sich: unglaublich kraftvoll, mit satten Sounds und Lyrics, die stimmlich in die Vollen gehen.



Dass Monarchy vom Weltall ispiriert sind, macht jedoch nicht nur ihr sphärischer Sound und ihr Video deutlich. Die Band hat als erste Band überhaupt im Juni dieses Jahres einen Livegig ins Weltall ausgestrahlt. Die Kostüme und Masken, die die beiden dabei trugen, sind von Georgy Baratashvili - einem ehemaligen Tänzer und nun Designer. Hier ist ein kleiner Zusammenschnitt von dem spacigen Livegig:


Bislang gibt es von Monarchy nur die Songs "Gold in the Fire", "Black, The Colour of My Heart" und "The Phoenix Alive", sowie einige Remixes, doch am 11. Oktober kommt endlich das lang ersehnte selbstbetitelte Album "Monarchy" in die Läden.
Ich bin schon sehr gespannt. Selbstverständlich auch darauf, ob es eine Tour hierzulande geben wird, und wie sich das so mit dem Riesenmysterium entwickelt.

Dienstag, 29. Juni 2010

"...and I feel like I just started uni"


Erfrischend verplant sehen die vier Kerlchen aus Oxford aus. Erfrischend sind sie unter anderem auch deshalb, weil sie nicht so oberdurchegestylt daherkommen, dass man sich fragen müsste, was denn nun bei dieser Band in den Vordergrund gehört: Rockstar-Attitude oder die musikalischen Fähigkeiten? Nunja, an diesem Thema könnte man sich stundenlang aufhalten und definieren, philosophieren, ob diese Dinge zusammengehören, wenns um gute Musik geht, oder nicht... doch wir wollen lieber schnell zum Hören des wundervollen Songs "Zorbing" kommen.. Chor-anmutender Gesang gepaart mit einer spritzigen Melodie versprechen gute Laune mit hohem Wipp- und Nickfaktor. Folkiger Gitarrenspaß, wie aus den 70ern ins Hier und Jetzt gebeamt - naja zumindest ein Hauch dieses Jahrzehnts ist durchaus bei dieser neuen Band namens Stronoway zu finden.

Wer übrigens zum Haldern fährt, hat mit dieser Bandempfehlung einen Grund mehr aus dem Häuschen zu sein - denn einzig dort beehren die Jungs Deutschland mit einem Auftritt. Die Englandfans dürften dagegen auf einem der vielen Konzerte von Stornoway in UK auf ihre Kosten kommen, z.B. am 01.08 oder 17.11. in London.

"Ist das da etwa ein vergessener Song der Smiths?"


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The Incredible Flight of Birdman - The Frustrations of H


...dachte ich mir, als ich das erste Mal auf "The Frustration of H" stieß. Dieser Eindruck bestätigte sich, je mehr ich mir von der Band mit dem kurios-verträumten Namen The Incredible Flight of Birdman anhörte.

Es ist in der Tat so, als wäre es Morrissey, dessen Stimme die melancholisch-euphorischen Texte trällert - nicht nur stimmlich, sondern auch inhaltlich nah an der Indie-Band der 80er. Kann man, wenn man darüber meckern möchte, als äußerst negativ herauskritisieren und ablehnen. Ich dagegen bin verliebt und kann nicht genug von den - wie könnte es anders sein - Briten aus Cambridge haben. Die unüberhörbare Parallele zu den Mitgründern des heutigen Britpop hat für mich als Smiths-Fan eindeutig magnetische Anziehungskraft. (Btw - hier erklärt sich auch das Prinzip hinter meinem Blognamen.) Möchte man The Incredible Flight of Birdman also unbedingt als eine Smiths-Coverband sehen, - wobei sie laut ihrer myspace-Seite die Inspiration aus Möhrchen vor dem Schlafengehen ziehen-, so sind sie eine beinahe 1:1-Kopie. Und bitte versteht mich nicht falsch, dieser Radikalvergleich ist durch und durch gut gemeint, wobei es meistens wirklich nicht gelingt, wenn eine Band mit zu eindeutigen Einflüssen daherkommt. Hier gelingt es - ja, ich kanns kaum glauben - wer hätte je gedacht, jemand könnte gesanglich den morrisseyschen Stimmkünsten nahekommen? Der Bandname ist übrigens Programm: man kann zu ihrer Musik abheben und sich für einen Moment schwerelos darin verlieren.
Behalten wir also die vier Briten im Auge, denn noch gibt es erst eine Single zu kaufen, nämlich "Where I Can't See You/We Are Made".